Projekt Beschreibung

Mit Honig gegen die Pollenallergie

Blütenhonig, der lokal gewonnen wurde, kann Pollenallergiker in der entsprechenden Region langsam desensibilisieren. Wichtig ist es hier das richtige Zeitfenster zu erwischen, in dem die Allergie auftritt. Unsere Empfehlung: Täglich zwei Teelöffel am Tag jenes Honigs zu essen, der idealerweise im Wohnort von den Bienen produziert und geerntet wurde. Parallel dazu Propolis einzunehmen, kann die Therapie unterstützen.
Warum ist das so wirksam? Antworten liefern unter anderem die Ergebnisse einer österreichischen Studie zum Thema. Demnach haben Allergene, die wir oral aufnehmen, also über die Speisen, eine andere Immunantwort, als jene, die wir einatmen. In amerikanischen Untersuchungen wurde beispielsweise festgestellt, dass Kinder, je eher sie Erdnussprodukte essen, umso weniger Allergien entwickeln. Das widerspricht früheren Vermutungen komplett. Denn damals galt: In typischen amerikanischen Haushalten werden viele Erdnussprodukte gegessen, das forciert Allergien, weil der Erdnussstaub aus vielerlei Produkten übers ganze Haus verteilt wird. Diese Hypothese muss revidiert werden. Die Allergien treten dann verstärkt auf, wenn Erdnüsse und ihr Staub im Haushalt vorhanden sind – diese aber nicht verzehrt werden. So verhält es sich auch bei der Honigtherapie mit dem Pollen. Essen statt Einatmen macht den Unterschied.

Wichtig für die Anti-Pollenallergie mit Honig ist Geduld. Typischerweise dauert es drei Jahre, wobei sich Jahr für Jahr die Pollenallergie allmählich beruhigt.

Honig

Honigzusammensetzung:
Honig gleich Zucker? Das ist nur die halbe Wahrheit. Ja, er wird in der Öffentlichkeit gerne auf Zucker reduziert. Das ist richtig, denn seine beiden größten Komponenten sind Glukose und Fructose. Aber er enthält noch weitere zwanzig Zuckerarten. Dies hat rein physiologisch einen großen Vorteil: Der menschliche Körper braucht mehr Zeit, um Honig zu verstoffwechseln, als etwa bei herkömmlichem Haushaltszucker oder stärkehaltigen Lebensmitteln wie Nudeln. Honig belastet die Leber und somit die Bauchspeicheldrüse also deutlich weniger. Ein Segen auch für Diabetiker. Außerdem enthält Honig wichtige Spurenelemente, wie Chrom und Eisen sowie unter anderem die Vitamine C, B1, B2, B5 und B6. Dadurch wird die Verstoffwechselung der Zucker erleichtert. Außerdem enthält Honig essenzielle Aminosäuren wie Prolin oder Tryptophan.

Honig in der Medizin
Honig wirkt antibakteriell und feuchtigkeitsbindend. Er wird daher bei der Wundheilung eingesetzt.

Honig in der Kosmetik:
Honigkosmetik ist für jeden Hauttyp geeignet. Seine Inhaltsstoffe ernähren die Haut, binden Feuchtigkeit, wirken beruhigend und klärend bei Hautunreinheiten.

Vom Nektar zum Honig

Nektar ist der zuckerreiche Saft, der von den Nektarien der Blütenpflanzen abgesondert wird.
Honigtau bezeichnet die zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukte von Insekten (Blattläusen), die auf diesen Pflanzen von deren Siebröhrensaft leben. Aus Honigtau stellen die Bienen den so genannten „Blatthonig“ (zum Beispiel Waldhonig) her.

Der Nektar oder Honigtau wird von den Bienen aufgenommen und in der Honigblase gesammelt. Mit Speichel und
Sekreten (Enzymen) durchmischt, eingedickt und fermentiert (Lakto
bazillen) wird es dann in die Waben eingelagert.

Ist dieser Vorgang der Reifung abgeschlossen, so werden die Wabenzellen mit einer dünnen Wachsschicht verschlossen und der Honig ist fertig.

Honig ist der Energielieferant für die Bienen und stellt ein wichtiges Nahrungsmittel für den Menschen dar.
Die Gewinnung des Honigs erfolgt durch Schleudern der Waben und anschließendes Sieben und Rühren des Honigs. Letzteres sorgt für die gewünschte Konsistenz
.

Zu den lebensmittelrechtlichen Qualitätsmerkmalen zählt zum Beispiel ein Wassergehalt unter 18%, der
mittels eines Refraktometers gemessen wird. Die sensorische Qualitätsbeurteilung umfasst Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack des Honigs.